Tetanus-Status: warum?
Die Kenntnis des Tetanus-Immunstatus ist in verschiedenen Situationen von Bedeutung, so etwa zur Beurteilung der Effektivität von Impfprogrammen oder zur Ermittlung der Immunitätsdauer. In bestimmten Situationen (z.B. bei Verletzungen oder vor „Last minute“-Fernreisen) ist eine schnelle und sichere Feststellung des Impfstatus nötig, aber – egal ob in Arztpraxen, Unfallambulanzen oder Spitälern – oft nicht eruierbar. Einerseits, weil der eigene Impfpass nicht mitgeführt wird, andererseits weil nicht erinnerlich ist, wann die letzte Tetanusimmunisierung stattfand.
Internationale Studiendaten belegen, dass rund 90 % der Patienten ihren Tetanus-Impfstatus nicht kennen. Den Angaben der Patienten zufolge hat sich gezeigt, dass diese Anamnese mit der tatsächlichen Situation schlecht korreliert.
Die Impfpraxis
Entsprechend den österreichischen Empfehlungen werden Verletzte mit unbekanntem Tetanus-Impfstatus oder weniger als 3 Teilimpfungen simultan aktiv oder passiv geimpft. Patienten mit einem Zeitabstand von über 10 Jahren zur letzten Tetanus-Vakzine (>5 Jahre bei über 60-jährigen) werden aktiv geimpft. Diese gängige Tetanus-Prophylaxe-Praxis ist allerdings mit Über- und Unterimmunisierungen verbunden – ein Anteil von etwa 30 – 40 % entspricht nicht dem tatsächlichen Tetanus-Immunstatus.
In vielen Fällen wird unnötig immunisiert. Dabei können bei der Aktivimpfung Lokalreaktionen (Rötung, Schwellung) bzw. lokale Reaktionen vom Artus-Typ bei Boosterungen innerhalb kurzer Zeitabstände entstehen. Tetanus-Immunglobulin-Gaben bergen die Gefahr z.T. starker, lokaler bzw. allergischer Reaktionen in sich – zudem besteht auch die Möglichkeit der Übertragung von Pathogenen. Dazu kommt, dass die Kosten für eine simultane aktive und passive Immunisierung – hochgerechnet z.B. auch die Zahl der Verletzten, die nach den derzeit gültigen Richtlinien gimpft werden sollen – nicht unbeträchtlich sind. In 5 – 10 % der Fälle wird eine Tetanus-Impfung allerdings vorenthalten, obgleich sie aufgrund der tatsächlichen Immunstatus-Verhältnisse indiziert gewesen wäre. Diese Patienten sind einem Infektionsrisiko somit unnötig ausgesetzt.
Erst testen. Impfen nur wenn nötig.
Mit dem TetanosQuickStick steht erstmals ein Test zur Verfügung, der in verschiedenen Situationen (z.B. bei Verletzungen, kurz vor Fernreisen) schnell, einfach und sicher die Feststellung des aktuellen Tetanus-Immunstatus erlaubt. Er hilft damit in der Entscheidungsfindung bezüglich einer adäquaten Tetanus-Prophylaxe und vermeidet so unnötige Über- und Unterimmunisierungen. Starke Impfreaktionen sowie hohe Kosten werden dadurch vermieden und das Tetanus-Infektionsrisiko minimiert.
Auszüge aus: „Feststellung des Tetanus-Immunstatus – Innovation durch Schnelltest“, Dr. Michael Burgmann, „Arzt&Praxis“, Mai 2007.
Lecture Board: a.o. Univ. Prof. Dr. H. Kollaritsch, Zentrum für Reisemedizin, Zimmermanngasse 1a, 1090 Wien


