Tetanus
Tetanus stellt nach wie vor ein weltweites Problem dar. Jährlich erkranken mehrere 100.000 Menschen an dieser häufig tödlich verlaufenden Infektionskrankheit.
Die Tetanus-Infektion – durch eine Stichwunde oder einen Tritt auf einen rostigen Nagel auslösbar – ist eine bakterielle Erkrankung, die das Nervensystem schädigt und heute noch, trotz moderner intensivmedizinischer Maßnahmen, meist tödlich endet. Tetanusbakterien können selbst durch kleine Nadelstiche, Kratzwunden von Tieren, Insektenbisse oder sogar Verbrennungen, in den menschlichen Körper gelangen.
Tetanustoxin ist ein starkes mikrobielles Toxin, das vom anaeroben Bakterium Clostridium tetani produziert wird. Vermutlich entfaltet es seine pathogene Wirkung im Nervensystem, indem es die Freisetzung von Neurotransmittern blockiert.
Zum Schutz der Bevölkerung gegen Tetanus erwiesen sich Massenimmunisierungen mit Tetanus-Toxoiden bislang als sehr effektiv. Eine Risikogruppe stellen nach wie vor ältere Personen, Frauen und Immigranten dar.


